Bilder SEO für WordPress [Kompletter Guide 2024]

12.02.2024 | SEO-Grundlagen, Website-Optimierung (OnPage)

Auf einer Website sind sie nicht wegzudenken und trotzdem werden sie oft nicht mit SEO assoziiert. Dabei birgt das Thema „Bilder SEO“ ein enormes Potenzial: Optimiert verbessern sie nicht nur die Nutzererfahrung, sondern geben deiner Website einen Sichtbarkeitskick!

Wenn sie nicht optimiert sind? Hat das leider auch Folgen, aber keine erwünschten …

  • Was Bilder SEO ist,
  • wie du deine Website Bilder optimierst,
  • worauf es bei WordPress Bilder SEO ankommt und
  • welche Plugins dir die Optimierung erleichtern

Erfährst du, wenn du weiterliest.

Was ist Bilder SEO?

Die Bilder und Grafiken auf deiner Website gehören genauso zu SEO wie Texte. Bilder-SEO gehört zu dem Bereich “OnPage-SEO”. Dies bedeutet, dass die Maßnahmen direkt auf deiner Website stattfinden. Indem du die Bilder optimierst, haben sie einen positiven Einfluss auf die Sichtbarkeit deiner Website und das Nutzererlebnis (User Experience). Lass uns das genauer betrachten:

Die Rolle visueller Inhalte in der Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinen, insbesondere Google, berücksichtigen bei der Bewertung von Webseiten nicht nur Textinhalte, sondern auch visuelle Elemente. Richtig eingesetzt helfen Bilder dir dabei, die Relevanz einer Seite für bestimmte Suchanfragen zu erhöhen. Außerdem ist es eine potenziell zusätzliche Traffic Quelle, da Website Besucher über die Google Bildersuche auf dich stoßen.

SEO-Bilder wirken sich positiv auf die Verweildauer deiner Website aus, erhöhen die Conversion-Rate und verringern die Absprungrate von der Seite.

Bild ist dabei nicht gleich Bild. Es gibt verschiedene Faktoren, anhand deren Suchalgorithmen Bilder bewerten und die du in diesem Artikel kennenlernen wirst.

Der direkte Einfluss von Bildern auf das Nutzererlebnis (User Experience)

Was wäre eine Website ohne Bilder? Nicht sehr ansprechend! Wir setzen sie bereits intuitiv ein, um den Text visuell zu begleiten.

Bildinhalte können aber noch mehr:

  • sie schaffen eine ansprechende und benutzerfreundliche Website
  • sie vermitteln schnell komplexe Informationen
  • sie lenken gezielt die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bereiche der Website, heben so wichtige Inhalte hervor oder verstärken Call-to-Actions

Beeindruckend, oder?

Optimierte Bilder sind nicht wegzudenken, wenn du deinen Website-Besucher:innen eine positive Erfahrung mit deiner Website schaffen möchtest.

Leider wird das Thema SEO für Bilder oftmals übersehen.

Die Folge?

Nicht oder falsch optimierte Bilder verschlechtern das Nutzererlebnis:

  • Sie können die Ladezeiten der Website erhöhen und die Benutzererfahrung beeinträchtigen
  • Sie könnten unklare oder verwirrende Informationen vermitteln, was zu Verwirrung oder Frustration bei den Nutzern führen kann
  • Sie könnten von anderen wichtigen Inhalten ablenken und die Navigation auf der Website erschweren

Die Frage ist daher nicht, ob du deine Bilder optimieren solltest, sondern wann und wie.

Die 10 Bestandteile der Bilder-Optimierung

Du hast dich dazu entschieden, deine Bilder für Suchmaschinen zu optimieren. Super, wenn das nicht gleichbedeutend ist mit „ich setze möglichst viele Keywords an alle möglichen Stellen“. Etwas mehr Strategie steckt schon dahinter. Keine Sorge, wenn du meine Tipps umsetzt, ist es ein Klacks.

Du wirst nicht drum herumkommen, sämtliche Bilder in deiner Mediathek zu optimieren. Einmal alle Bilder zu optimieren kann etwas nerven, aber bereits beim nächsten Upload wirst du die Fehler vermeiden und SEO-Bilder wie selbstverständlich in deinen Workflow aufnehmen.

Phase 1: Mediathek ausmisten

Dein allererster Schritt sollte es sein, deine bereits hochgeladenen Bilder auszusortieren. Im Laufe der Zeit sammelt sich viel Datenmüll an. Bilder, die wir doch nicht verwenden, Platzhaltebilder aus Templates usw. benötigen unnötigen Speicherplatz und sollten gelöscht werden.

Gehe dabei vorsichtig vor, um keine Bilder zu löschen, die irgendwo eingebunden sind. Ansonsten klafft an entsprechender Stelle eine unschöne Lücke, die deine Website-Besucher irritiert.

Wenn du diesen Schritt erledigt hast, sinkt erfahrungsgemäß die Zahl der verbleibenden Bilder drastisch.

Phase 2: Vor dem Upload neuer Bilder

Die Optimierung deiner Bilder für Suchmaschinen beginnt bereits, bevor du sie auf deine Website, beispielsweise in WordPress, hochlädst.

#1 Bildgröße festlegen

Die richtige Bildgröße für deine Website hängt davon ab, wo das Bild eingesetzt wird. Generell solltest du beachten, dass Bilder fürs Web nicht größer als benötigt sein sollten, um die Ladezeit nicht zu strapazieren. Zu kleine Bilder hingegen werden schnell unscharf. Anders als bei der Dateigröße ist aber nicht der Speicherplatz gemeint, sondern die Pixelmaße.

Die Bildgröße wird in der Regel anhand der Breite in Pixeln festgelegt, da die Breite bestimmt, wie viel Platz das Bild einnimmt, während die Höhe entsprechend skaliert wird, um das Seitenverhältnis beizubehalten.

Bilder, die beispielsweise über die gesamte Bildschirmbreite gehen, sollten 1920px breit sein. Das ist bei deinem Header, also ganz oben auf der Seite, meist der Fall.

Je nachdem, wie groß das Bild im Verhältnis zum Text daneben ist, verändern sich die anderen Bildgrößen.

Teste die Ansicht deiner Bilder unbedingt auf verschiedenen Geräten (Desktop, Tablet, Mobile) und Bildschirmgrößen, um sicherzustellen, dass die Bilder gut aussehen und angemessen skaliert werden. Stichwort „responsives Design“.

Tipp: In der WordPress Mediathek siehst du bei jedem hochgeladenen Bild die Pixelmaße. Hast du deine Website professionell bauen lassen oder ein qualitativ hochwertiges Website Template, kannst du die Platzhalterbilder schnell austauschen.

#2 Die richtigen Dateiformate wählen

Wenn du ein Bild abspeicherst, stehen dir verschiedene Dateiformate zur Auswahl. Von den Formaten JPEG, PNG und GIF hast du wahrscheinlich schon gehört. Für den Einsatz auf deiner Website ist das moderne WebP besonders geeignet und auch SVGs haben ihre Daseinsberechtigung.

Wähle das Dateiformat je nach Verwendungszweck:

Dateiformat JPEG

JPEG ermöglicht kleinere Dateigrößen mit minimalen Qualitätsverlusten, was es ideal für Fotos und farbenreiche Bilder auf deiner Website macht. Die meisten Bilder auf deiner Website werden JPEGs sein.

Dateiformat PNG

PNG bietet verlustfreie Komprimierung und unterstützt Transparenz, was es ideal für Grafiken
mit wenig Farben,
 Bilder mit transparenten Hintergründen oder Bildern mit Text macht. Die Datei ist aber größer als ein JPEG und benötigt mehr Speicherplatz.

Dateiformat WebP

WebP bietet eine erheblich kleinere Dateigröße als JPEG und PNG bei hoher Bildqualität. Das wirkt sich positiv auf die Ladezeit aus. Daher ist es besonders für Webseiten geeignet – solange die Browser- & Content-Management-System-Unterstützung gewährleistet ist. Dies ist inzwischen meist der Fall.

Dateiformat GIF

GIF zeichnet sich durch kleine Dateigrößen und die Unterstützung von Animationen aus, was es perfekt für einfache Animationen wie Icons oder kleine Grafiken macht. Transparenz wird unterstützt, allerdings ist das Farbspektrum mit 256 Farben gering.

Dateiformat SVG

SVG ist ideal für Logos, Grafiken, Diagrammen und Illustrationen auf Webseiten. Das Vektorformat ermöglicht verlustfreie Komprimierung und Skalierbarkeit ohne Qualitätsverlust.

TIPP: Ich speichere meine Bilder meist als JPEG bzw. PNG und wandle sie nach dem Upload in die WordPress Mediathek mit dem Plugin “Imagify” automatisch in das WebP Format um.

Dabei setze ich den Haken bei „Backup der Original-Bilder“, um die Originaldatei vorsichtshalber automatisch zu speichern. Falls ein Browser WebP nicht unterstützt, wird alternativ das Originalbild als Fallback angezeigt. Das ist zwar inzwischen nur noch bei etwa 5 % der Nutzer der Fall, aber diese würden die Bilder nicht sehen – was ihr Nutzererlebnis ruinieren würde. Außerdem erstelle ich die Bilder und Grafiken mit Canva und habe keine Lust, jedes Bild vor dem Upload in WordPress manuell in ein WebP umzuwandeln. Das übernimmt das Plugin „Imagify“ für mich. Mehr dazu weiter unten.

#3 Dateigröße und Ladezeiten optimieren

Die Reduzierung der Dateigröße wirkt sich positiv auf die Ladegeschwindigkeit deiner Seiten aus. Dies ist wiederum ein wichtiger SEO-Faktor, da eine langsame Website mehr Crawling-Ressourcen von Google beansprucht.

Aus Nutzersicht strapaziert eine langsame Webseite die Geduld und die Seite wird weggeklickt, bevor sie vollständig geladen ist. Autsch, die Absprungrate steigt.

Optimiere deine Bilder auf eine Dateigröße von maximal 150 KB je Bild, Icons auf etwa 10 KB.

Lass uns mal das Beispiel meines Blog-Headers ansehen. Es wurde als PNG gespeichert, damit der Text qualitativ dargestellt wird. Mit knapp 700 KB ist das Originalbild viel zu groß!

Im Eifer der Optimierung gilt es darauf zu achten, dass die Bildqualität nicht leidet. Denn wer es mit der Optimierung übertreibt, hat nichts gewonnen, sondern verpixelte Bilder.

Hier mal im übertriebenen Stil veranschaulicht:

👉🏼 Bewege den Slider, um links die gut optimierte und rechts die deutlich überoptimierte Variante zu sehen.

Ich möchte dir zwei Tool-Tipps geben

Bei Variante 1 wird das Bild erst optimiert und danach in deine CMS hochgeladen. Bei Variante 2 (mein Favorit) lädst du in WordPress die Originaldatei hoch und ein Plugin übernimmt die Arbeit.

Übrigens passiert die Konvertierung der Bilder in WebP bei Wix wo immer möglich automatisch. Das nur nebenbei für alle Wix User.

Tool 1: Die kostenlose Webanwendung „Squoosh“

Mit der kostenlosen Webanwendung Squoosh kannst du deine Bilder zuschneiden, komprimieren und in ein anderes Dateiformat umwandeln. Mit eben so einem Vorher/Nachher Slider siehst du den Unterschied mit bloßem Auge. So siehst du direkt, wann du es mit der Optimierung übertrieben hast.

Tool 2: Das (kostenlose) WordPress-Plugin

Der bequemere Weg ist mit dem WordPress-Plugin „Imagify“, welches ich bereits für die Umwandlung des Dateiformates verwende. Mehr zur Anwendung weiter unten.

Setze den Haken bei „Backup der Originaldatei“, um Änderungen jederzeit rückgängig machen zu können. Du kannst bestimmen, wie stark die Bilder optimiert werden sollen. Setzt du den Haken bei „Lossless Compression“ (Verlustfreie Kompression), wird die intelligenten Komprimierung aktiviert. Dadurch erzielst du die beste Komprimierungsrate bei optimaler Qualität. Besonders für Fotografen, bei denen die Qualität vor der Leistung steht, ist diese Option interessant.

#4 Aussagekräftige Dateinamen für SEO

Der Dateiname ist Bestandteil der Bild-URL und ein SEO-Rankingfaktor. Mit einem aussagekräftigen Dateinamen hilfst du Google dabei, das Bild zu interpretieren und den Inhalt deiner Seite besser zu verstehen. Sucht jemand in der Google Bildersuche z.B. nach „personal branding fotoshooting“, werden Bilder mit entsprechendem Suchbegriff im Dateinamen höher gerankt.

Wichtig: Überlege dir vor dem Upload, wie das Bild benannt werden soll. Den Namen nachträglich zu ändern, ist sehr nervig.

Er kann aber mit Plugins wie „Phoenix Media Rename“ nachträglich angepasst werden. Achte bei der Wahl des Dateinamens darauf, dass er nicht generisch oder überoptimiert ist:

  • nichtssagende Dateinamen: „IMG001“ oder „Startseite Grafik 6.png“
  • Keyword-Überoptimierung: „Sommerkleid Rabatt Kleider online kaufen.jpg“

Besser ist es,

  • relevante Keywords in den Dateinamen zu integrieren. Dadurch werden sie „sprechend“
  • das erste Bild mit dem Fokus-Keyword zu benennen

In diesem Artikel lautet der Dateiname des ersten Bildes „bilder-seo.jpg“.

Bei den darauffolgenden Bildern verwendest du Keyword-Varianten, die zu dem Bild und Thema passen und es knapp beschreiben. Beispielsweise „seo-bilder-ueberoptimiert“ oder „dateiformat-png“.

Generell sollten Dateinamen

  • immer kleingeschrieben werden
  • keine Umlaute beinhalten (ä ⇾ ae)
  • Bindestriche zur Worttrennung verwenden (keine Leerzeichen oder Unterstriche)

Phase 3: Nach dem Bild-Upload

Fertig mit den Punkten aus Phase 1? Dann lade nun deine Bilder in WordPress hoch. Damit ist es aber noch nicht getan, denn es gibt weitere Maßnahmen abzuhaken.

#5 ALT-Attribut: ein SEO Bilder Must-have

Der Alternativtext eines Bildes hat verschiedene Synonyme. ALT-Tag, ALT-Text oder ALT-Attribut sind alles Bezeichnungen für den gleichen Text, der bei jedem Bild hinterlegt werden sollte.

Er wird alternativ für das Bild angezeigt, wenn dieses z.B. aus technischen Gründen nicht geladen werden kann und wird vorgelesen, wenn eine Website mit einem Screenreader vorgelesen wird. Ansonsten ist er für die Augen der Nutzer im Quellcode verborgen.

Aus SEO Sicht ist das ALT-Attribut relevant, da Google ihn im Quellcode findet und beim Auslesen den Inhalt des Bildes besser versteht. Er gehört damit zu den SEO-Rankingfaktoren und hat Auswirkungen auf dein Ranking bei der Google Bildersuche.

Tipps für deine ALT-Tags

  • Verwende natürliche Sprache
  • Beschreibt in 3 – 10 Wörtern den Inhalt des Bildes kurz & sinnvoll
  • Bringe das Keyword unter, zu dem das Bild ranken soll
  • Schreibe einzigartige Alt-Tags
  • Keine Umlaute verwenden (ä ⇾ ae)

Ich zeige dir den Unterschied zwischen einem schlechten und guten ALT-Text anhand des Beispiels: Ein „Food-Blogger“ schreibt einen Artikel über sein unwiderstehliches Bananenbrot Rezept. Er pflegt ein Bild des Kuchens ein und sucht nach einem ALT-Text:

Praxisbeispiel: Auswahl des optimalen ALT-Tags zur SEO-Bildoptimierung

Zu sehen ist ein Bananenbrot in Stücke geschnitten.

  • Schlechter Alt-Text: „Ideen für Nachspeisen“
  • Akzeptabler Alt-Text: „Bananenbrot“
  • Besserer Alt-Text: „Bananenbrot auf Teller“
  • Bester Alt-Text: „Angeschnittenes Bananenbrot auf weißem Teller mit Bananen im Hintergrund“

Die letzte Version bietet eine ausführlichere Beschreibung des Bildinhalts und enthält relevante Keywords, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Bild in den Suchergebnissen gefunden wird.

Übrigens ist mein ALT-Tag hier ein anderer, denn auch wenn ich tatsächlich ein super leckeres Rezept für Bananenbrot habe, steht das Bild hier in einem anderen Zusammenhang.

Mein ALT-Tag: „Praxisbeispiel: Auswahl des optimalen ALT-Tags zur SEO-Bildoptimierung“

#6 Title-Attribut für den Mouseover Effekt

Falls ein Text für das Title-Attribut hinterlegt ist, wird dieser angezeigt, wenn mit der Maus über das Bild gefahren wird.

Er wird aus SEO-Sicht nicht so stark wie der ALT-Tag gewichtet. Trotzdem unterstützt er dabei, den Inhalt des Bildes zu erfassen. Ich persönlich spare mir diese Arbeit, aber da gehen die Meinungen bestimmt auseinander. Falls du ihn ausfüllst, sollte er kurz und prägnant das Bild mit Keywords beschreiben.

Übrigens wird bei WordPress das Feld des Titel-Attributs („Titel“) automatisch mit dem Dateinamen ausgefüllt. Er sollte also entweder gelöscht werden oder wenigstens die Bindestriche durch Leerzeichen ersetzt werden. Andernfalls sieht es merkwürdig aus.

#7 Optimierung der Bilder für alle Geräte

Da immer mehr Nutzer deine Website über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets besuchen, sollten alle Bilder auf jedem Gerät optimal angezeigt werden.

Durch die Optimierung von Bildern für Mobilgeräte können Ladezeiten verkürzt, Benutzererfahrungen verbessert und die Sichtbarkeit in mobilen Suchergebnissen erhöht werden.

Die vorherigen Schritte zur Minimierung der Dateigrößen und die Optimierung von Bildformaten sind dafür wichtige Maßnahmen.

Achte bei deinen Website-Bildern darauf, wie sie auf verschiedenen Geräten, beispielsweise dem Smartphone oder Tablet, dargestellt werden. Die Bilder auf deiner Website sollten responsiv sein, also sich dynamisch an die Bildschirmgröße des Geräts anpassen, auf dem sie angezeigt werden.

Website-Builder wie Divi bieten automatische Responsivität für Bilder. Sie passen sich an die Bildschirmgröße des Geräts an. In der Regel brauchst du keine zusätzlichen Anpassungen vorzunehmen, wenn du Divi verwendest. Teste die Bilder trotzdem, indem du deine Website auf verschiedenen Geräten öffnest.

Was du sehr wohl prüfen solltest, ist aber die Lesbarkeit der Bilder. Besonders Bilder mit Schrift darauf sind am Desktop wunderbar erkennbar, aber auf dem Smartphone zu klein und unleserlich. Sollte das der Fall sein, kannst du entweder das Bild anpassen oder eine zweite Variante des Bildes nur für die mobile Version hinterlegen.

#8 Bildunterschrift für mehr Seriosität

Die Bildunterschrift kann nützlich sein, um zu einem Bild zusätzliche Informationen zu geben. Da Suchmaschinen den Text im Bereich um das Bild dazu verwenden, den Bildinhalt besser zu verstehen, solltest du hier passende Keywords verwenden.

Dank der Bildunterschrift können Nutzer das Bild schneller verstehen und es ist ein guter Ort, um die Bildquelle anzugeben. Besonders bei Statistiken oder wissenschaftlichen Aussagen steigert dies die Seriosität. Ich verwende sie ab und zu bei meinen Blog-Bildern, aber auf z.B. der Startseite wären sie für die Nutzerfreundlichkeit störend.

Hinterlegt wird die Bildunterschrift in dem Feld „Beschriftung“. Zu finden in deiner WordPress Mediathek, sobald du ein Bild anklickst. Falls du ebenfalls Divi verwendest, muss die „Caption“ zusätzlich bei den Bildeinstellungen aktiviert werden, um angezeigt zu werden.

#9 Bildumgebung

Die Bildumgebung ist wichtig für Google, um den Kontext zu verstehen. Es macht einen Unterschied, was im Text vor, nach und neben dem Bild steht. Wenn dieser zum Bild passt, erhöht das deine Chancen auf eine gute Auffindbarkeit in der Google-Bildersuche. Überlege dir daher, wo du deine Bilder platzierst und wie sie den Texte visuell sinnvoll unterstützen.

#10 Bilder mehrmals verwenden

Im natürlichen Kontext, also inhaltlich sinnvoll, kannst du ein Bild mehrmals auf deiner Website verwenden. Dies signalisiert dem Algorithmus, dass das Bild relevant ist. Die Chance für ein gutes Bilder Ranking steigen.

WordPress-Tipps für Bilder-SEO

Deine Bilder in WordPress findest du unter dem Menüpunkt Medien. Sobald du auf ein Bild klickst, werden dir auf der rechten Seite alle Details angezeigt.

  • Der Dateiname steht ganz oben. Vergiss nicht, diesen vor dem Upload zu optimieren!
  • Der Alternativtext ist der ALT-Text (wichtig),
  • der Titel ist der Titel-Tag (optional),
  • die Beschriftung ist die Bildunterschrift (optional),
  • in die Beschreibung kannst du dir Notizen machen (ich lasse dieses Feld leer) und
  • die Datei-URL wird automatisch aus dem Dateinamen generiert.
SEO Bildoptimierung in WordPress erklaert

So füllst du die Anhang-Details deiner Bilder in WordPress aus

Medien Anhangsseiten

 Jede Mediendatei, die du in WordPress hochlädst hat automatisch eine URL zu einer eigene Anhang-Seite.
Deaktiviere diese.

Wenn du Mediendateien in WordPress hochlädst, wird automatisch eine Anhangs-URL mit eigener Seite erstellt. Standardmäßig hat so jedes hochgeladenes Bild, PDF oder Audio-Datei eine eigene Seite, die über Suchmaschinen auffindbar ist. Das ist aus SEO- & Nutzersicht kontraproduktiv.

Mit einem SEO-Plugin wie Yoast oder RankMath kannst du diese Voreinstellungen ändern. Das verhindert zwar nicht, dass eine Bildanhangsseite erstellt wird, diese wird aber automatisch auf die eigentliche Datei-URL weitergeleitet. Sie ist nicht mehr im Google-Index und nicht mehr aufrufbar.

  • Yoast: Einstellungen ⇾ Darstellung in der Suche ⇾ Reiter Medien ⇾ Option „Anhangs-URLs auf die Anhangs-Datei weiterleiten?“ ⇾ „Ja“ aktivieren
  • RankMath: Allgemeine Einstellungen → Links →  Option Anhänge umleiten aktivieren

Plugin Empfehlungen für WordPress Bilder SEO

Es gibt einige Plugins, die ich dir empfehlen möchte. Sie erleichtern es dir, den Überblick zu behalten und die Bilder in Windeseile zu optimieren – auch nachträglich.

Imagify

Das Plugin „Imagify“ gehört zu meinen Lieblings-Plugins und wurde bereits mehrmals in diesem Artikel erwähnt, da es dir verschiedene Aufgaben erleichtert. Bereits in der kostenlosen Version hilft es dir dabei,

  • deine Bilder im modernere WebP Format bereitzustellen
  • die Dateigröße zu reduzieren

Stand heute ist es für eine begrenzte Anzahl an Bildern (20 MB, etwa 200 Bilder) kostenlos. Wenn du die automatische Optimierung deaktivierst, kommst du damit gut klar.

Wichtig: Damit das Plugin funktioniert, benötigst du einen kostenlosen Account bei Imagify. Erstelle ihn dir über diesen Link, installiere das Plugin und verknüpfe den API-Schlüssel unter WordPress ⇾ Plugins ⇾ Imagify Einstellungen. Den API-Key findest du in deinem Imagify Account unter „API-Integration.“

Real Media Libary

Mit dem „Real Media Library“ Plugin von dem deutschsprachigen Entwickler-Team devowl.io kannst du deine Bilder in der WordPress-Mediathek sortieren.

Bereits in der kostenlosen Version kannst du …

  • eigene Ordner anlegen und Bilder per Drag & Drop darin sortieren – so findest du sie bei Bedarf schneller
  • die hochgeladenen Bilder in Ordner sortieren – ohne dabei die Bild-URL zu verändern! – du machst dir nichts kaputt

Da du sofort siehst, welche Bilder noch keinem Ordner zugewiesen sind, eignet sich dieses Plugin bestens für dein Bilder SEO Projekt. Sortiere alle fertig optimierten Bilder in Ordner. So sind sie direkt aufgeräumt und du behältst den Überblick darüber, welche Bilder bereits schicke neue ALT-Tags etc. haben.

Enable Media Replace

Mit dem Plugin „Enable Media Replace“ kannst du Bilder austauschen, ohne in jede Seite einzeln hineinzugehen. Das Bild wird an allen Stellen, wo es eingebunden ist, automatisch aktualisiert.

Phoenix Media Rename

Mit dem Plugin „Phoenix Media Rename“ kannst du den Dateinamen nachträglich anpassen.

Divi Image Helper

Falls du Divi verwendest, kann ich dir das Plugin „Divi Image Helper“ von Pee-Aye-Creative empfehlen. Durch das kostenpflichtige Plugin bekommst du bei den Bildern weitere Einstellungsmöglichkeiten. Mit dem Plugin wird es super einfach, die Bildunterschrift anzuzeigen und zu gestalten, eine Textüberlagerung festzulegen, das Seitenverhältnis zu ändern und vieles mehr.

Bilder SEO Erfolg auswerten

Mit dem kostenlosen Tool Google Search Console kannst du sehen, wie häufig deine Bilder in der Google-Bildersuche angezeigt und angeklickt wurden.

Die Bilder-Performance findest du im Reiter „Leistung“ ⇾ Filter Suchtyp auf „Bild“ ändern.

Die Klicks und Impressionen deiner Bilder zeigen dir an, wie gut deine Bilder performen und sogar über welche Suchbegriffe sie auf welche Seite gelangten. Bilder sind eine nicht zu unterschätzende Quelle für Website Besucher für alle deine Unterseiten.

Abschließende Gedanken

Inzwischen dürfte es klar sein, dass hinter Bilder SEO mehr steckt als anfangs gedacht. Vielleicht bist du überraschst davon, was es alles zu beachten gibt. Die Vorteile sind es definitiv wert, dass du dir deine Mediathek vornimmst und auch die bereits hochgeladenen Bilder nachträglich optimierst. Deine Sichtbarkeit und Nutzerfreundlichkeit werden es dir danken.

Allein den ganzen Datenmüll an ungenutzten und veralteten Bildern zu löschen fühlt sich ausgesprochen gut an.

Wie steht es um deine Website-Bilder? Sind sie bereits top in Form oder liegt ihr Potenzial noch unberührt in der Mediathek? Schreibs in die Kommentare!

2 Kommentare

  1. Monika

    Liebe Nathalie,

    seine Bilder zu optimieren ist eine sehr gute Strategie, um die Sichtbarkeit ästhetischer zu machen. In erster Linie wird an den Text gedacht. Bilder-SEO ist ganz offensichtlich ein umfangreiches Thema. Danke, dass du einen solch ausführlichen Artikel mit deinen Lesern teilst. 🙂

    Liebe Grüße
    Monika

    Antworten
    • Nathalie

      Hi Monika,

      das hast du aber schön gesagt! Ich bin selbst ein sehr visueller Mensch und finde es super, dass Bilder auch einen funktionalen SEO-Nutzen haben. Viel Spaß dir bei der Optimierung deiner Bilder! 💙

      Liebe Grüße
      Nathalie

      Antworten

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Nathalie Malke

Backmonsterchen, Weltenbummlerin & SEO-Mentorin

Mit meinem Blog rund um Suchmaschinenoptimierung (SEO) gebe ich anderen Selbstständigen meine langjährige Erfahrung aus der Praxis & den beiden Studienabschlüssen im Bereich Marketing weiter. Leicht verdaulich & mit Praxisbeispielen, passend zu deiner Situation.
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