So schreibst du deinen ersten Blogbeitrag ohne Stress [Beispiel & Anleitung]

Zuletzt Aktualisiert am 28.05.2024 | Bloggen lernen

Du bist etwas aufgeregt, denn es ist so weit: Du möchtest deinen ersten Blogbeitrag schreiben. Die Motivation ist da, doch du fragst dich: Was soll ich schreiben?

Lass uns deinen ersten Blogbeitrag nicht unnötig verkomplizieren. Ich gebe dir meine Anleitung mit Beispielen, an der du dich entlanghangeln kannst.

Den schwierigsten Schritt, überhaupt anzufangen, gehen wir gemeinsam mit diesem Artikel.

Blogbeitrag Beispiel: Starte mit der Vorbereitung, nicht mit dem Schreiben

Es ist verlockend, einfach ein leeres Dokument zu öffnen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Mach das bitte nicht, denn sonst wird die Erstellung deines ersten Blogbeitrags chaotisch, ineffizient und frustrierend.

Schlimmer noch: du schreibst an deiner Zielgruppe vorbei und erreichst Leute, die nicht zu deinen Angeboten passen.

Stell dir stattdessen lieber folgende Fragen und halte deine Antwort schriftlich fest.

Schritt 1: Wer wird deinen Blogbeitrag lesen?

Werde dir im ersten Schritt klar, für wen du schreibst und was sie lesen möchten.

Dein Blog soll von potenziellen Kunden – deiner Zielgruppe – gelesen werden. Das sind reale Menschen mit begrenzter Zeit.

Hast du dich bereits mit deiner Zielgruppe beschäftigt? Perfekt, öffne deine Notizen dazu. Sie helfen dir dabei, dich in ihre Situation hineinzuversetzen.

Die Klarheit über folgende Fragen gibt deinem Blogeintrag einen stabilen Rahmen:

  • Wo steht deine Zielgruppe derzeit? (z.B. aktueller Wissensstand, Prioritäten),
  • Wie muss ein Thema aufbereitet werden, damit deine Leser:innen einen Mehrwert haben? (z.B. Fachjargon bekannt ja/nein),
  • Welche Themen & Fragen interessieren sie brennend?(siehst du z.B. anhand ihrer aktuellen Herausforderungen und Fragen) und
  • Wie gibst du deinem Artikel das gewisse Extra, damit er sich von bereits rankenden Artikeln abhebt? (z.B. deine Perspektive einbringen & die Inhalte speziell an die Situation deiner Zielgruppe anpassen)

Schritt 2: Warum schreibst du den Blogbeitrag?

Es ist ja ganz nett, wenn dein Beitrag so gut ist, dass er bis zum Ende gelesen wird. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden, denn ein Blog kann dein Unternehmenswachstum auf verschiedene Art und Weise unterstützen.

1. Was ist das Ziel des Beitrags?

Es gibt verschiedene Ziele, die du dir setzen kannst:

  • werde als Expert:in wahrgenommen & baue Vertrauen auf
  • verbessere deine Website-Sichtbarkeit in Suchmaschinen
  • promote deine Angebote & gewinne neue Kund:innen
  • fülle deine Newsletter-Liste mit neuen Abonnenten
  • verbessere deine Social-Media-Reichweite
  • … usw.

2. Was ist der Mehrwert für den Leser?

Ein Blogbeitrag soll deinen Leser:innen stets einen Mehrwert bieten und sie informieren, unterhalten oder eine neue Sichtweise bieten.

SEO bedeutet Qualität vor Quantität. Sorg dafür, dass deine Texte genügend Substanz haben.

3. Zu welcher konkreten Handlung soll es kommen?

Lege fest, welche konkrete Handlung dein Blogbeitrag auslösen soll. Was sollen deine Leser als Nächstes tun?

In meinen Beiträgen verlinke ich stets meinen Lead-Magneten. Es funktioniert ebenfalls hervorragend, die Leser:innen mit einem Banner oder einem Link im Text dazu aufzufordern, sich für den Newsletter oder eine Warteliste für ein Angebot einzutragen.

In jedem Blogeintrag solltest am Ende du ähnliche Beiträgen verlinken, die zum Weiterlesen anregen.

Je nachdem, wie du diese Fragen für dich beantwortest, ändert sich der Aufbau des Textes:

  • Du möchtest Vertrauen aufbauen? Erzähle die Geschichte eines Kunden in einer Case Studie und gehe darauf ein, wie du mit deinem Angebot helfen konntest – ganz natürlich, ohne dich von dem niedrigem SEO-Potenzial abschrecken zu lassen.
  • Es ist dir wichtig, dass du als Expert:in wahrgenommen wirst? Schreibe über ein Nischenthema aus deinem Fachgebiet und sorge mit SEO dafür, dass der Blogbeitrag in Google gefunden wird.

Schritt 3: Was ist das Thema deines ersten Blogeintrags?

Mein bester Tipp ist, dass du deinen ersten Blogbeitrag nicht als solchen behandelst.

Du schreibst keine 5-teilige Romanreihe, bei der die Reihenfolge wichtig ist.

Deine Leser:innen nehmen deinen Blog als Gesamtes wahr und klicken auf den Artikel, der ihnen in ihrer aktuellen Situation am meisten bringt oder ihr Interesse weckt.

Später wird niemand mehr wissen, was dein erster Beitrag war und es interessiert auch nicht.

Es hat keinerlei Mehrwert für deine Leser:innen, ihnen mitzuteilen, dass dies dein erster Beitrag ist.

Gib ihnen stattdessen das Gefühl, hier richtig zu sein.

Das gelingt, indem du mit einem fachlichen Thema einsteigst. Damit zeigst du deinen Leser:innen, dass sie ihre Zeit auf deinem Blog nicht verschwenden und echten Mehrwert erhalten.

Wähle für deinen ersten Beitrag ein Thema aus deiner Nische, bei dem du dir fachlich sicher bist und das nicht zu kompliziert ist.

Es ist normal, dass du für deine Blogeinträge gewisse Informationen recherchieren oder auf Aktualität prüfen wirst. Mach es dir aber bitte nicht unnötig kompliziert.

Gut mit dem Thema vertraut zu sein, ist besonders am Anfang wichtig. So kannst du dich auf den Schreibprozess konzentrieren und verlierst dich nicht in der Inhaltsrecherche.

Denn du möchtest schnell etwas aufs Papier bringen, stimmts?

Ich habe mir damals eins meiner SEO-Lieblingsthemen, den Title-Tag, ausgesucht. Da ich genau wusste, was ich sagen wollte, um das Thema abzudecken, fiel mir die Erstellung des Inhalts entsprechend leicht.

Juhu, ein Stressfaktor weniger!

Passende Themen findest du in Facebook-Gruppen, Foren oder im direkten Austausch mit deiner Zielgruppe.

Eine Anleitung mit mehr Methoden habe ich dir hier zusammengeschrieben:

Schritt 4: Mit welchen Suchbegriffen wird nach dem Thema gesucht?

Entweder hast du jetzt ein ganz bestimmtes Thema oder mehrere Ideen im Kopf. Nicht jedes davon wird es auf deinen Blog schaffen.

Konzentriere dich auf die relevanten Themen deiner Zielgruppe. SEO hilft dir dabei, eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Mit einer Keyword-Recherche 

  • überprüfst du, nach welchen Themen in Google gesucht wird
  • findest du ganz konkret heraus, welche Suchbegriffe (Keywords) dafür verwendet werden und wie gefragt das Thema ist

Eine Keyword-Recherche gibt dir Klarheit darüber, wonach und mit welchen Suchbegriffen WIRKLICH gesucht wird.

Deine Chance, mit deinem Beitrag in Google gefunden zu werden, steigt, je besser dessen Inhalt zur Suchanfrage passt. Die Top-Artikel stehen nicht ohne Grund ganz oben in den Suchergebnissen. (pssst, wirf doch mal einen Blick auf diese Seiten.)

Sei das beste Ergebnis für die Suchanfrage und du wirst von Google mit Sichtbarkeit belohnt.

Schritt 5: Mit welchem Content-Format verpackst du das Thema?

Dein Thema kann aus verschiedenen Blickwinkeln aufbereitet werden. Überlege dir vorab, wie das Thema aufbereitet sein könnte, damit der Beitrag deinen Leser:innen Mehrwert bringt. Berücksichtige bei deiner Entscheidung, welche Formate derzeit gut ranken.

Die Wahl des Content-Formats beeinflusst, ob die Leser:innen den Content leicht verstehen und gerne lesen.

Wenn du dein Blogbeitrag gut formatierst, wird dieser besser von Suchmaschinen gefunden, was bedeutet, dass mehr Leute deine Beiträge entdecken.

Gängige Formate sind beispielsweise diese hier:

  • Listenartikel (Listicle): Listen sind sehr beliebt, da sie die Informationen in überschaubaren Häppchen präsentieren und leicht zu lesen sind.
  • Der Anfänger-Guide: Erklärt ein Thema umfassend und leicht verständlich. Er ist perfekt für Leser:innen, die neu in einem Thema sind.
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ideal, um komplexere Prozesse zu erklären, bei denen die chronologische Reihenfolge wichtig ist.
  • Interview: Es bietet eine persönliche und authentische Perspektive von beispielsweise einer Kund:in oder Expert:in. Es kann nur zusätzlich als (Video-)Podcast eingebunden werden.

Schreibe deinen ersten Blogbeitrag

Es ist so weit, der Schreibprozess startet. Es gibt einige Dinge zu beachten, die speziell für einen Blog gelten und dir das Schreiben erleichtern.

Schritt 6: Strukturiere den Blogpost

Das Grundgerüst eines jeden Beitrags ist immer gleich. Es gibt einen roten Faden und verbessert die Lesbarkeit. Du kennst die Struktur von anderen Textarten. Titel, Einleitung, Hauptteil, Schluss. Ergänzt mit einigen häufig gestellten Fragen und einem Fazit, um den Beitrag abzurunden.

 

Der Titel

Die Aufgabe des Titels ist es, das Interesse zum Weiterlesen anzuregen. Ein guter Titel bringt den Inhalt auf den Punkt und beinhaltet unbedingt dein Fokus-Keyword. Je nachdem, für welches Content-Format du dich entschieden hast, gibt es unterschiedliche Best Practices.

Einleitung

Dein erster kurzer Textabsatz ist die Einleitung. Sie soll die Leser neugierig machen und eine Sneak-Preview auf die Inhalte liefern. Das erreichst du, indem du die wichtigsten W-Fragen beantwortest und dem Leser zu verstehen gibst, dass er hier richtig ist.

Es fällt leichter, den Titel und die Einleitung am Ende zu schreiben.

Hauptteil

Hier wird das Thema behandelt, ohne unnötig ausschweifend zu werden. Der Text wird mit Zwischenüberschriften strukturiert. Diese lockern den Text auf und geben ihm Struktur.

Für SEO ist es wichtig, dass die einzelnen Überschriften hierarchisch ausgezeichnet werden. Dein Titel ist die H1, alle anderen Überschriften H2, Zwischenüberschriften H3, H4 usw. Es ist dasselbe Prinzip wie in dem Inhaltsverzeichnis eines Buches. So versteht Google deinen Inhalt besser. Du kannst es so einstellen, dass der Unterschied optisch erkennbar ist.

Übrigens solltest du für jedem Blogeintrag ein Inhaltsverzeichnis erstellen und dieses auch einbinden.

Werde dir klar, wie du das Thema mit einem roten Faden abdecken möchtest und erstelle vor dem schreiben ein Inhaltsverzeichnis.

 

FAQs

Beantworte häufig gestellte Fragen zu dem Thema in einigen knappen Sätzen. Indem du schnelle Antworten auf häufig gestellte Fragen lieferst, verbessert sich die Nutzererfahrung.

Aus SEO-Sicht sind sie relevant, da sie gezielt auf Suchanfragen eingehen und bei Google im „Weitere Fragen“ Reiter angezeigt werden können.

Fazit

Ein gelungenes Ende macht den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Film aus. Dasselbe gilt auch für Blogartikel.

Entweder er hinterlässt einen bleibenden Eindruck oder gerät in Vergessenheit – wollen wir nicht!

Mit einem guten Fazit nutzt du die hohe Aufmerksamkeit am Ende. Überlege dir den einen nächsten Schritt für deine Leser:innen und fordere sie zu dieser Handlung auf. Meist werden hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst und der Bogen zurück zur anfänglichen Frage bzw. Problem gespannt.

Schritt 7: Meine wichtigsten Schreibtipps

Digital zu Lesen ist bereits anstrengend genug. Mache es ihnen daher so einfach und angenehm wie möglich, deinen Text zu lesen.

 

Lesbarkeit

  • Schreibe kurze, leicht verständliche Sätze.
  • Verwende Fachbegriffe wohl dosiert, je nach Zielgruppenverständnis lieber weglassen oder erklären.
  • Hebe wichtige Wörter mit Fettungen hervor. Das erleichtert es, den Text zu überfliegen und die Aussage schneller zu verstehen.
  • Mache Absätze bereits nach wenigen Sätzen (für jeden neuen Gedanken).
  • Sorge für Abwechslung. Auflistungen, bunte Textblöcke, Zitatformatierungen, Bilder, Tabellen etc. lockern den Text auf und lenken das Auge auf Wichtiges.

Schreibstil

  • Nicht schwafeln, sondern nah am Kernthema bleiben. Du hast sooo viel zu sagen? Mach 2 Beiträge draus.
  • Ein lockerer Schreibstil macht dich nahbar und sympathisch. (Stell dir vor, du schreibst für eine Freundin. Achte darauf, was zu deiner Zielgruppe passt).
  • Sprich den Leser direkt an, damit die Person sich angesprochen fühlt.

Schritt 8: Finaler Check deines Beitrags

Dein Blogeintrag ist fertig? Super, veröffentliche ihn nicht direkt. Lass ihn 1–2 Tage liegen und schaue erneut mit einem frischen Blick darauf.

Indem du deinen ersten Blogbeitrag nochmal durchliest, findest du Flüchtigkeitsfehler und kannst übersehene Grammatikfehler, Rechtschreibfehler und Füllwörter streichen.

Mit [Strg+F] auf deiner Tastatur öffnest du die Suchleiste. Suche nach Füllwörtern wie „dann, vielleicht, eigentlich, natürlich, auch, …

Notiere dir diese und vermeide sie bewusst bei deinem nächsten Beitrag.

 

Einige häufig gestellte Fragen

Veröffentliche deinen ersten Blogeintrag 

Sobald der Artikel live ist, sollte dein Motto nicht „aus den Augen, aus dem Sinn“ sein. Sei stolz darauf und erhöhe aktiv seine Sichtbarkeit. Teile ihn auf Social Media, in deinem Newsletter und erwähne ihn in Gesprächen.

Dieser Schritt kommt häufig zu kurz. Das ist fatal, denn dein Ziel ist es ja, mehr Leser:innen und damit potenzielle Kund:innen zu erreichen.

Übrigens kannst du auch Google aktiv auf deinen ersten Blogbeitrag einladen und so deine organische Sichtbarkeit erhöhen.

Wie genau das geht und was deine ersten SEO-Schritte sind, erfährst du in meinem BABY STEPS TO SEO GUIDE.

SEO Starter Guide zum herunterladen

Fazit: Dein erster Blogbeitrag ist fertig

Juhu, Gratulation zu deinem neuen Meilenstein: Dein erster Blogbeitrag! Dein letzter Schritt ist, dich selbst du feiern und stolz auf dich zu sein. Wenn sich der Prozess etwas zäh angefühlt hat, dann lass dir sagen – es wird besser werden!

Du wirst mit jedem neuen Artikel routiniert werden.

Ich bin neugierig: Worum geht es in deinem ersten Blogbeitrag und ist er schon veröffentlicht? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

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Nathalie Malke

Backmonsterchen, Weltenbummlerin & SEO-Mentorin

Mit meinem Blog rund um Suchmaschinenoptimierung (SEO) gebe ich anderen Selbstständigen meine langjährige Erfahrung aus der Praxis & den beiden Studienabschlüssen im Bereich Marketing weiter. Leicht verdaulich & mit Praxisbeispielen, passend zu deiner Situation.
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